|
24.11.2005
Liebe Leserin, lieber Leser
ver.di hat sich in den Wahlkampf mit gewerkschaftlichen Inhalten eingemischt. Dabei bleibt es auch nach der Wahl. Die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind der Maßstab, mit dem die Koalitionsvereinbarung der schwarz-roten Regierung zu messen ist (Seite 1, 11 und Kommentar Seite 15). Wie sehr die Arbeitsverhältnisse in vielen Branchen aus dem Ruder gelaufen sind, zeigen unsere Berichte über die Oldenburger Nord-West-Zeitung (Seite 4), aus der Müllbranche (Seite 8) und über die Praktiken des Tchibo-Konzerns (Seite 9).
Faires Verhalten gegenüber Beschäftigten, Menschenwürde im Arbeitsleben auch dann, wenn es sich um Textilarbeiterinnen aus Bangladesch handelt – all das zählt in Zeiten des Turbokapitalismus offenbar immer weniger. Dass es auch anders geht, will ver.di PUBLIK zusammen mit anderen freien und verbandsgebundenen Medien beweisen. Nächstes Jahr werden die im Verein "Forum Zukunftsökonomie" zusammengeschlossenen Zeitungen und Zeitschriften vorbildliche Betriebe mit dem "Preis der Arbeit" auszeichnen (Seite 3). Aber das ist noch Zukunftsmusik. Ich wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten und
einen guten Rutsch. Die nächste Ausgabe der ver.di PUBLIK erscheint Ende Februar.
Martin Kempe, redaktion ver.di publik
|